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| Die Bonobos waren lange durch die Unzugänglichkeit ihres Biotopes geschützt, aber das ändert sich. Die sozioökonomische Lage der wachsenden Bevölkerung, die Errichtung von Infrastruktur durch die Holzfällergesellschaften und der Mangel an Kontrolle begünstigen die Verdrängung, die Jagd, den Handel mit dem Fleisch getöteter Bonobos wie den Verkauf von Waisen als Spielzeug. |
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" Zum Beispiel hat eine 1998 von Karl Ammann geführte Expedition in die Region von Lomako aufgedeckt, daß das Personal der Forstgesellschaften, entgegen den Beteuerungen der Firmen, den Handel mit Jagdfleisch im extremen Umfang betreibt. Dabei werden die Anlagen und Einrichtungen (Lastwagen, Schiffe) der Holzgesellschaften für den Transport der Patronen und des Fleisches genutzt. Das Personal geht dabei organisiert vor und gelangt dank der Einrichtung der Firmen zu einer extrem profitablen Einnahme. Nach dem Abhozen der Waldgebiete bleiben oft die Mitarbeiter der Firmen noch längere Zeit in den Regionen und dringen tief in die verbliebenen Waldgebiete ein, in denen sie alles leerschiessen, was sie aufspüren." |
Durch diese Praxis ändert sich aber auch des Verhalten der lokalen Bevölkerung. Das Essen von Bonobos, die von ihnen mit Respekt als Waldmenschen betrachtet wurden, war tabu. Das hat sich durch Krieg und Handel leider geändert.

Verkäuferinnen von Jagdfleisch, die auf den Transport zum Markt warten.
Ihre Trophäe - der tote Körper eines jungen Schimpanzen.
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Zur Erinnerung Bonobos werden durch das IUCN Red Data Book und durch den US Fish and Wildlife Service als bedrohte Art behandelt, und sie werden im Anhang I der Convention zum Verbot des Handels mit bedrohten Arten aufgeführt. Das Abkommen von Washington hat die Bonobos zu den vom Aussterben bedrohten Arten erklärt. Der Kongo hat dieses Übereinkommen in den achziger Jahren unterzeichet. |
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1980 wurde die Anzahl der Bonobos auf 100.000 geschätzt. 1990 gingen die optimistischsten Wissenschaftler nur noch von 10.000 aus! Diese Zahlen berücksichtigen nicht die vergangenen zwei Kriegsperioden und die Zerstörungen im Biotop durch das Militär. |
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Wir arbeiten in der Hauptstadt Kinshasa, um mit Hilfe des Umweltministeriums zu versuchen, das Gesetz anwenden zu lassen.
Hier werden Informationskampagnen über dier Medien (Radio, Fernsehen, Presse) oder durch Intervention vor Ort durchgeführt. Aber es fehlen die finanziellen Mittel wichtige landesweite Informationskampagnen durchzuführen.
Für das Überleben der wenigen Bonobos ist es von existentieller Wichtigkeit den tödlichen Verkehr einzudämmen, über den Bonobos erst zu Waren gemacht werden. Wir konzentrieren uns darauf ein Schutzprogramm zu organisieren in Zusammenarbeit mit:
Unser Ziel ist es, Partnerschaft möglich zu machen, den Schutzgedanken in Erziehungsprogrammen zu vermitteln, wie wir das bereits bei den Schulen am Refugium erreicht haben.
Im Regenwald, in der Region des Lebensraumes der Bonobos (Basankusu, Lomako, Luo...) wollen wir zudem über die Gefahren des bushmeat (Ebola...) aufklären und versuchen das alte Tabu für die junge Generation wieder aufzurichten.
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DAS VERSCHWINDEN DES ERBGUTES
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Die Population der Bonobos hat sich dramatisch verkleinert. Verläßliche Zählungsarbeiten (Dr. Hohman) wurden durch zwei Kriege unterbrochen.
Die menschliche Bevölkerung im Lebensraum der Bonobos wächst ständig.
Die Räumung der wissenschaftlichen Projekte (Lomako, Luo und Salonga) öffnete direkt die Einfallstore für die kommerziellen Jäger und ließ wenig Hoffnung für die letzten freien Bonobos.
Die Gruppen gefangener Bonobos in den USA, Europa und Japan müssen sich in Minigruppen, in einer Verwandtschaft väterlicherseits fortpflanzen, ihr Erbgut zwangsläufig degeneriert.