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| Der Lebensraum der Bonobos ist eine kleine Region des afrikanischen primären Regenwaldes auf dem linken Ufer des Kongo. Bonobos kommen ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo vor. | ![]() |
Bonobos wurden erst spät entdeckt. 1928 entdeckte der amerikanische Forscher Hal Coolidge im Museum von Tervuren (Belgien) zwei Schädel, die von jugendlichen Schimpanzen stammen sollten. Er beschrieb sie jedoch als einer anderen Art zugehörig. Vermutungen, angesichts ihres stark divergierenden Verhaltens von einer eigenen Art sprechen zu müssen, gab es schon vordem, doch wurden sie als wissenschaftlich nicht zu halten betrachtet. Den "wissenschaftlichen Nachweis" erbrachte erst ein Anatom. Ernst Schwarz gab ihnen nach Vermessungen der Schädel und Knochen seinen wissenschaftlichen Namen Pan Paniscus, kleiner Pan (Pan: griechischer Ziegengott), die Schimpanzen benannte er mit Pan Troglodytes (gewöhnlicher Pan).
Der heutig gebräuchliche Name Bonobo stammt aus einer Verformung des Namens des Dorfes "Bolobo", welches sich am Fluß Kongo befindet und von dem die ersten Kisten "Lieferung" lebender Bonobos für die tierkundlichen Sammlungen in Europa stammten.
Wegen der unserer Art ähnlichen Morphologie, physiologischen und Verhaltensmerkmalen stellen einige Anthropologen Bonobos als das beste lebende Modell der Australopithikinen dar. Sie unterschlagen damit freilich, indem sie sie lebenden Fossilien gleich betrachten, 6 Millionen Jahre Entwicklung der Bonobos in ihrem Lebensraum.
| "Australopithecus afarensis lived about 3.5 million years ago. This diminutive homicid had a chimp-sized brain but already walked upright, which indicates that in the course of human evolution bipedal locomotion came before brain expansion. We know too little about the behavior of this ancestor to be sure that males and females walked together as couples, as suggested by this reconstruction, but footprints found in Laetoli, Tanzania, confirm a well-developped bipedal stride" (from: Bonobo - The Forgotten Ape, Frans de Waal) | ![]() |
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Genetische Untersuchungen haben ergeben, daß der Bonobos ca. 98% genetische Übereinstimmungen mit unserer Art aufweisen. Ihr morphologisches Wachstum ist mit dem unsrigen identisch. Zum Beispiel verlieren Bonobos zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr ihre Milchzähne, das Alter der Pupertät variiert zwischen 9 und 11 Jahren, die Weibchen haben einem dem unsrigen sehr ähnlichen Menstruationszyklus.
Im Unterschied zu anderen Tieren, die ihre Paarung nur innerhalb der günstigen, genau bestimmten Periode durchführen, tun dies Bonobos jederzeit und zu ihrem Vergnügen.